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Dieser Begriff taucht immer öfter auf und definiert zugleich eine ganz wichtige Bewegung im Web. Da ich ihn auch des Öfteren nutze, will ich an dieser Stelle nicht versäumen einen Erklärungsversuch zu machen.
Das erste große Open Source Projekt war wohl die Entscheidung von Netscape 1998 angesichts der wachsenden Dominanz von Microsoft am Browser-Markt, den Quelltext des Netscape Navigators freizugeben (aus dieser Freigabe entstand später das Mozilla-Projekt).
Netscape stieß hiermit einen ganz neuen Trend an, Software weniger ideologisch und finanziell vorbelastet frei entwickeln zu lassen. Aufgrund immer mehr erfolgreicher Projekte dieser Art, entschieden sich Raymond, Perens und Reilly eine Open Source Initiative (OSI) zu gründen. Hierdurch war es nun möglich, für die Wirtschaft angepasste Open-Source-Lizenzen zu schaffen, welche den Bedürfnissen des Open-Source-Umfelds genügten sollten. Eine der bekanntesten Lizenzen, die aus diesen Bestrebungen hervorging, ist die Mozilla Public License.
Der Begriff Open Source lässt sich auf all die Software anwenden, deren Lizenzverträge den folgenden drei charakteristischen Merkmalen entspricht:
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Die Software (d. h. der Programmcode) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor.
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Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden.
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Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden.
Diese Charakteristika werden detaillierter in der Open Source Definition (OSD) der Open Source Initiative festgelegt.
Doch Achtung, die Begriffe „Freie Software“ und „Open Source Software“ werden hierbei oft verwechselt! Sie werden zwar synonym verwendet, allerdings bestehen Unterschiede in der Interpretation! Die meisten Menschen und Organisationen, die von „freier Software“ sprechen, sehen Lizenzen als unfrei an, wenn sie Einschränkungen enthalten wie eine Begrenzung des Verkaufspreises, die Pflicht zur Veröffentlichung eigener Modifikationen oder die Bestimmung, dass jede Modifikation der Software an den ursprünglichen Autor gesandt werden muss. Die Open Source Initiative dagegen akzeptiert solche Lizenzen als „Open Source“. Dies ist unter anderem deshalb problematisch, weil Software unter diesen Lizenzen nicht oder nur unter starken Einschränkungen in andere freie Software-Projekte integriert werden kann, was dem Autor eventuell bei der Auswahl der Lizenz gar nicht bewusst war. Oft wird deshalb auch dazu geraten, keine eigene Lizenz zu verwenden, deren rechtliche und praktische Probleme man unter Umständen nicht überschaut, sondern auf eine erprobte und anerkannte freie Lizenz wie die GPL, die LGPL oder die BSD-Lizenz zurückzugreifen.
Interessante Links:
Wikipedia - Open Source
Open Source Initiative (englisch)
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